Automatisierung am Beispiel der Examensergebnisse des JPA Kölns

Mein persönliches Coming-Out: Ich bin faul und stolz drauf.

Fast 3 Jahre ist mein letzter Blogeintrag her, und das obwohl ich mir doch vorgenommen hatte, regelmäßig zu bloggen. Woran liegts? Hatte ich zu viel Stress? Habe ich mich zu sehr auf die Uni konzentriert? Die Antwort ist viel einfacher: ich bin zu faul. Wer mich kennt, weiß wie faul ich bin. Allein der Gedanke, mich selbst unter den psychischen Druck zu setzen, regelmäßig guten Content zu produzieren, treibt mich tiefer unter die Bettdecke. Das ist aber kein Geheimnis und meiner Meinung nach auch nichts negatives, denn meine stark ausgeprägte Faulheit hat mich in vielen Lebensbereichen überaus kreativ und effizient gemacht. So ist es mir durch Automatisierung und Outsourcing möglich, mit Menschen mit normal ausgeprägter Faulheit mitzuhalten und trotzdem noch ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu sein.

Faul sein macht kreativ und effizient. 

Die moderne, digitale Welt spielt meinem inneren Schweinehund natürlich auch noch in die Hände, denn fast alles ist mittlerweile irgendwie vernetzt, verbunden oder verknüpft und lässt sich steuern. Beispielhaft und nur am Rande wären hier der Dienst If This Then That oder auch meine heißgeliebten, per Handy steuerbaren Philips Hue-Lampen (ja, das ist ein Affiliate-Link) zu nennen. Heute will ich euch anhand eines praktischen Beispiels einen weiteren, für mich sehr wertvollen Dienst etwas näher erklären.

Uptimerobot.com am praktischen Beispiel der Idiotenliste

Zum Hintergrund: Wer sein erstes Examen in Jura im Einzugsgebiet des Justizprüfungsamt Köln schreibt (vielleicht ist es auch bei anderen JPA’s genauso, ich bin aber gerade zu faul das zu recherchieren 😉 ), wartet daraufhin drei Monate lang voller Hoffen und Bangen auf die liebevoll getaufte „Idiotenliste“. Eine PDF-Datei, welche auf der Website des JPA’s hochgeladen wird und nur die Prüfungsnummern der Prüflinge enthält, welche in den schriftlichen Prüfungen weniger als 3,5 Punkte im Durchschnitt hatten und somit endgültig nicht bestanden haben. Studenten erzählen sich, dass diese Liste am letzten Werktag des Monats, drei Monate nach den schriftlichen Prüfungen, hochgeladen wird. Allerdings war mir auch dieses zeitlich doch recht eng gefasste Fenster zu ungenau und ich sah mich schon an besagtem Tag ab 6 Uhr in 30-Sekunden-Intervallen besagte Website aktualisieren. Aber glücklicherweise gibt es auch für solche Situationen heutzutage eine Lösung: uptimerobot.com.

Der Monitor überprüft, ob die Datei mit der Endung 2015-12-kennziffer.pdf online ist.
Der Monitor überprüft, ob die Datei mit der Endung 2015-12-kennziffer.pdf online ist.

Kurzgesagt ist die Seite dein persönlicher, virtueller Assistent, der dir Bescheid sagt sobald eine bestimmte Website online ist, oder ein bestimmtes Keyword enthält. Nach einer kostenlosen Registrierung kann man einen Monitor erstellen, um das Verhalten einer Website zu tracken. Der Erstellprozess sollte recht intuitiv sein und sich auch technisch nicht begabten erschließen, die beiden Monitortypen „https“ und „keyword“ sollten die meisten normalen Anwendungsszenarien abdecken. „https“ verwendet man, wenn man benachrichtigt werden will, sobald eine bestimmte Website online ist und „keyword“ wenn man benachrichtigt werden will sobald ein bestimmtes Keyword auf der Seite vorhanden ist. In meinem Fall habe ich beide Varianten benutzt um auf Nummer sicher zu gehen. Zum besseren Verständnis seht ihr links die Konfiguration für den https-Monitor und hier die Konfiguration für die Keyword-Variante.

Sobald unser kleiner Helfer also nun erkennt, dass die entsprechende Seite oder das Keyword online ist, werde ich sofort per Mail benachrichtigt. Das gleiche Anwendungsszenario verwende ich nun auch bei den einzelnen Dokumenten zur Ladung zur mündlichen Prüfung, welche im Zeitraum eines Monats immer wieder mal online kommen. Einmal verstanden und konfiguriert, spart es wirklich eine Menge Zeit und unnötigen Stress und vor allem ist es universell anwendbar. Euch fallen bestimmt selbst eine Menge Anwendungsszenarien ein, die ihr mir auch gerne in den Kommentaren mitteilen könnt.

Jetzt wirds verrückt.

Und um ehrlich zu sein, hat mir selbst das nicht gereicht. Ich habe meinen Maileingang noch mit dem oben erwähnten Dienst IFTTT verknüpft, der dann bei Eintreffen der Email meine Lampen angesteuert hat. Der für die Liste zuständige Beamte im JPA Köln hat mich also mit Hochladen der Liste sanft mittels einer 10-minütigen Sonnenaufgangsszene aus dem Bett geweckt. Wenn der wüsste 😉

Jetzt seid ihr dran! Was sind eure Anwendungsszenarien? Welche Automatisierungsdienste sind bei euch im Einsatz? Wie immer freue ich mich über Likes, Shares und Kommentare.

About Darius Torabian

Ein Blog von Darius Torabian, rund um Medienrecht, Social Media, Eventmanagement und anderes Interessantes, dass mir über den Weg läuft :)

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